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So bleibt der Hund gesund

Der Hund das Multitalent. Für den Menschen ist er Zuhörer, Sozialpartner, Therapeut und ein Trainer, der Herrchen und Frauchen täglich zur Bewegung an die frische Luft ruft. Der Hund hat es also verdient, gehegt und gepflegt zu werden.

Gesunde Zähne

„Frauchen, er hat gar nicht gebohrt!“ – Wenn der Hund einen Blick voller Dankbarkeit aufsetzt, hat Frauchen wohl vieles richtig gemacht. Gleich mehrere Aussteller 8in Halle 4) befassen sich mit den Zähnen. So die „Initiative Zahngesundheit“, zu der sich einige Tierärzte zusammengetan haben.

Was für Menschen die Hände, sind für den Hund die Zähne. Spielen, zerren, greifen -  die Beißerchen werden stark beansprucht. Vier von fünf Hunden, die älter als drei Jahre sind, leiden an einem kranken  Zahnbett. Ursache dafür ist oft Zahnbelag, in dem sich Bakterien sammeln. Im schlimmsten Falle können Zähne ausfallen. Tierärzte empfehlen deshalb eine regelmäßige Zahnpflege.

Es gibt Hundezahnbürsten, die besonders weich sind. „ Aber auch Kinderzahnbürsten könne eingesetzt werden.“, sagt  Udo Kopernik aus dem Vorstand des Verbands für das Hundewesen (VDH). Wichtiger sei es, spezielle Hundezahnpasta einzusetzen. Die gibt es im Zoofachhandel  beispielsweise mit Leberwurstgeschmack. „ Mit dem Mentholgeschmack normaler Zahnpasta kommt der Hund nicht klar.“

Oft sind ärztliche eingriffe beim Hund aufwendiger als beim Menschen. „Sag mal Ahhh, gleich kommt die nette Helferin!“ – Diese Masche zieht nicht. Schon für eine Zahnsteinentfernung muss der Hund betäubt werden, weil er sonst zuschnappen könnte.

Inzwischen wird auch bei Hunden viel Wert auf den Erhalt der Zähne gelegt. Heißt: Es gibt Füllungen für Hunde und Implantate. Preiswert ist das alles nicht. Eine Wurzelfüllung bei einem Labrador etwa kostet rund 360 Euro (inkl. Narkose und Röntgenaufnahmen). Für eine einfache Kunststofffüllung werden 60 – 80 Euro plus 100 bis 200 Euro für die Narkose fällig.

Das Zähneputzen

Einmal täglich Zähne putzen, kann helfen,  Schlimmeres zu verhindern.

  • Den Hund am besten schon im Welpenalter an das Zähneputzen gewönnen. Dazu ausschließlich Hundezahnpasta verwenden.
  • Bei einem älteren Hund mit dem Zähneputzen beginnen, nachdem die Zähne vom Tierarzt gereinigt sind.
  • Gerade am Anfang sollte die Hundezahnpasta  mit dem bloßen Zeigefinger vorsichtig auf die Zähne und Zahnfleisch aufgetragen werden , so kann sich der Hund an die Prozedur gewöhnen. Später den Hund  zunächst an Zahnbürste und Zahnpasta lecken lassen.
  • Zum putzen mit der Hand oberhalb der Schnauze die Hundenase umfassen, Lefzen anheben, vorsichtig zuerst die großen Fangzähne putzen.  Die kleinen Vorderzähne (Schneidezähne) noch nicht berühren, sie sind der empfindlichste Bereich. Langsam zu den Backenzähnen übergehen, zum Schluss die Schneidezähne reinigen. Immer von rot nach weiß, also vom Zahnfleisch zu  den Zahnspitzen bürsten.
  • Speziellen Zahnpflegesnacks helfen,  die Zähne gesund zu halten.

Hunde im Herbst

Oft ist das ja  so:  Im Sommer sind sie kaum zu halten, aber im Winter rollen sie sich vor der Heizung zusammen wie ein Wurm auf der Hand. Wenn es kälter wird beginnt der Hund zu schlottern. Udo Kopernik hat eine Erklärung:  „ Lebt ein Hund in der geheizten Wohnung, hat er ein anderes Fell als der Landhund,  der viel draußen ist.“ Hohe Temperaturen verhindern  dass das Fell eine Winterqualität bildet.  Dann muss der Hund langsam an Wind und Wetter gewöhnt werden. Hier gilt: Viel Bewegung an der Luft aber keine Gewaltmärsche. „Besser ist es, häufiger aber dafür nur kurz rauszugehen.“ Rät Kopernik.

Wenn es den Hund doch einmal erwischt, wenn er sich erkältet, dann warnen Tierärzte davor, in die Hausapotheke zu greifen – nah dem Motto: Was Herrchen gut tut, kann für Bello nicht schlecht sein. Ist es doch! „Hunde reagieren völlig anders auf Medikamente“, sagt Stephan Witte, der die Tierrettung  Essen leitet. Er rät, jede Behandlung mit einem Tierarzt abzustimmen.

Quelle: WR 13.10.2012 Kirsten Simon